Tauche ein in die Geschichte des Cordon Bleus und entdecke die Legenden, die sich um dieses beliebte Gericht ranken. Von der Verbindung zum französischen Ritterorden bis hin zu den vielfältigen Variationen in der Schweiz - wir berichten über die Herkunft und die verschiedenen Facetten des Cordon Bleus.
Das Cordon Bleu, ein Gericht, das so klassisch wie faszinierend ist, hat sich weit über seine bescheidenen Anfänge hinaus zu einem Phänomen entwickelt. Ursprünglich als einfaches Schnitzel begonnen, verleiht die Füllung aus zartem Schinken und schmelzendem Käse, umhüllt von einer goldbraunen, knusprigen Panade, dem Cordon Bleu seinen unverwechselbaren Charme und Geschmack.
Die Legende vom blauen Band
Der Name "Cordon Bleu" ist französisch und bedeutet "blaues Band". Eine Theorie besagt, dass das Gericht nach dem "Ordre du Saint-Esprit" benannt wurde, einem französischen Ritterorden, dessen Mitglieder ein blaues Band mit einem weißen Kreuz trugen. Angeblich wurden die Schnitzel in den Farben des Ordens paniert, um die Ritter zu ehren.
«Eine Theorie besagt, dass das Gericht nach dem "Ordre du Saint-Esprit" benannt wurde»
Die Cordon-Bleu-Legende von Brig
Eine der bekanntesten Legenden besagt, dass das Cordon Bleu im Jahr 1815 in Brig erfunden wurde. Damals trafen sich 30 Personen in einem Restaurant in Brig, um Schweinscarré zu essen. Kurz vor Mittag kam jedoch eine weitere Gruppe von 30 Personen hinzu, und es gab nicht genug Schweinscarré für alle. Die Köchin des Restaurants improvisierte und schnitt die Schweinscarrés in Schmetterlingsschnitt, füllte sie mit Schinken und Käse und panierte sie. Das Gericht war ein voller Erfolg und wurde "Cordon Bleu" genannt, in Anlehnung an das blaue Band des "Ordre du Saint-Esprit".
Die Geschichte vom Cordon-Bleu-Schiffskoch
Eine andere Geschichte erzählt von einem Schweizer Schiffskoch, der auf einem Passagierschiff arbeitete. Der Koch soll das Cordon Bleu in Frankreich oder Italien kennengelernt und in die Schweiz gebracht haben.
Cordon Bleus in Zürich
Es gibt auch eine Theorie, dass das Cordon Bleu in Zürich erfunden wurde. Im 19. Jahrhundert war Zürich ein beliebtes Reiseziel für französische Adlige. Angeblich brachten sie das Rezept für das Cordon Bleu mit in die Stadt, wo es schnell populär wurde.
Cordon Bleu Variationen
Das Cordon Bleu ist heute ein fester Bestandteil der Schweizer Küche und wird in Restaurants und Gasthäusern im ganzen Land serviert. Es ist ein beliebtes Gericht für Familienfeiern und andere Anlässe. Heute gibt es viele verschiedene Variationen des Cordon Bleus. Im Restaurant Löwen in Hausen am Albis sind zum Beispiel folgende Varianten beliebt:
Züri-Cordon Bleu: Gefüllt mit mildem Tilsiter und Schinken
Huusemer Cordon Bleu: Währschaft mit Käse, Peperoni, Knoblauch, Chili und pikanter Salami
Chnobli-Cordon Bleu: Kräftig im Geschmack mit Gruyère, Knoblauch und Schinken
Tartufo-Cordon Bleu: Raffiniert mit Parmaschinken, Taleggio und Trüffel
Veganes Cordon Bleu: Hausgemacht aus geräuchertem Tofu, gefüllt mit grillierten Rüebli, veganem Raclettekäse, Peperoncini und Knoblauch